Och jo. Kann man so lassen.

Sonntag, 16. Mai 2021

elefant in der etosha, namibia im mai 2021

Wir sind beide noch ein wenig müde. Ist ja auch früh. Aber dieser Felsbrocken da hat echt verrückte Konturen. Sieht ja aus wie ein …

Stop! Rhino! Ich kreische laut, Dirk reagiert eher instinktiv als bewusst und bremst. Ja ist es denn die Möglichkeit? Da steht tatsächlich ein Nashorn in den Büschen und frisst. Bisher dachten wir ja immer, es gäbe in der Etosha nur dieses eine Rhino, das immer in Okaukuejo am Wasserloch festgeschraubt wird 🙂

Unser erstes „echtes“ Nashorn in der Etosha. Der Tag fängt ja gut an. Es versteckt sich zwar im dichten Gebüsch, so dass nicht vielmehr als Beweisfotos möglich sind, aber das kümmert uns nicht allzu sehr. Unser Ziel ist eigentlich Salvadora, doch auf dem Weg dorthin werden wir gleich ein zweites Mal gestoppt. Diesmal von zwei Tüpfelhyänen, die uns teilweise so nah kommen, dass ich mich durchs Tele wirklich erschrecke.

hyaene in der etosha, namibia im mai 2021

Happy sunday. Gerne mehr Sichtungen dieser Art. Fürs Erste bekommen wir allerdings nur noch Landschaft. Scenic waterholes, no animals. Wobei die Landschaft wirklich schön ist – vor allem, wenn sich die Etosha mal nicht mit ihrem undefinierten graugelben Schleier zeigt. Also verlegen wir uns erst einmal auf landscape photography.

baum in der etosha, namibia im mai 2021

Da die Sichtungen weiterhin ausbleiben, sind wir schon gegen halb zwölf in Okaukuejo. Im kleinen Shop können wir immerhin unsere Wasservorräte aufstocken. Viel mehr gibt er nicht her. Echt bitter am Etosha-Touri-Hotspot. Dafür treffen wir hier Fritz und Barbara, die mit ihrem Landy neben uns parken und unsere Aufkleber bewundern.

Wir kommen ins Gespräch, man schwätzt, und es stellt sich heraus, dass die beiden kürzlich Omandumba übernommen haben. Das hatten wir als letzte Nacht vor Windhoek auf dem Zettel. Witziger Zufall. Noch witziger, dass die beiden lange Jahre ein Office in Mainz-Kastel hatten. Ey, die Welt ist doch echt klein. Wir verabreden uns für in einer Woche auf Omandumba. Mal sehen, ob das klappt.

Wir ruhen uns noch eine Weile in Okaukuejo am Wasserloch aus (das wir gar nicht so schrecklich finden, wie wir es in Erinnerung haben – aber vielleicht liegt das auch an den fehlenden Touristen 🙂 ). Gegen halb eins brechen wir auf Richtung Olifantsrus, in den Westteil des Parks. Wir erwarten nicht viel, der Teil ist trocken, staubig und tierarm.

Von wegen! Badende Elefanten. Riesige Herden von Zebras, Gnus und Springböcken, Löwen an einem toten Elefanten … Wir tuckern von einer Sichtung zur nächsten und können es kaum fassen. Wahnsinn! Also über diesen Tag können selbst wir notorischen Nörgler uns nicht beschweren!

Die Campsite in Olifantsrus ist voll. Vielleicht sogar voller als voll … Wir bekommen nur noch die Site an der „Baustelle“ (es liegt Erde und Baumaterial herum), aber was soll’s. Erwartet hatten wir sowieso nichts Großartiges und wir freuen uns immer noch einfach nur darüber, dass wir überhaupt hier in Namibia sein und Urlaub machen können.

Dirk zaubert (ja, er kann zaubern!) uns Lieblingsnudeln mit Rinderfilet in Cashew-Sahnesauce, dazu passt ein Middelvlei Pinotage Merlot. Mir doch egal, dass wir auf der Baustelle campen. Wir campen, wir genießen, mehr geht nicht.

gnu in der etosha, namibia im mai 2021

gaehnender loewe in der etosha, namibia im mai 2021

zebras in der etosha, namibia im mai 2021

kuschelnde zebras in der etosha, namibia im mai 2021

Unsere Route in MyMaps

4 thoughts on “Och jo. Kann man so lassen.

  • 20. Mai 2021 at 7:52
    Permalink

    Nach dem Solalatag ein fulminanter Folgetag. Das freut uns für euch. Da habt ihr vieles richtig gemacht. Und euer Tagesausklang auf der Baustelle…sehr sehr cool. Ich kann mir das so richtig gut vorstellen. Während „der Zauberer“ das Filetgericht zubereitet, sucht Niki den passenden Wein aus dem heimlich im Unterboden eingebauten gekühlten Weinkeller aus. Oder Niki sitzt im Campingstuhl, wählt Fotos und Text für diese Webseite aus und „der Zauberer“ hat im Geiste schon die Geschmäcker von Essen und Wein abgeglichen und greift zielgenau zur richtigen Flasche. Oder: nach dem dritten Sundowner sitzen beide im Campingstuhl, reden über leckeres Essen, während irgendwelche Nudeln mit Fleisch und einem Becherchen Sahne vorsichhinschmurgeln. Dazu wird mit letzter Kraft die einfachste erreichbare Flasche Wein gegriffen und geöffnet. Joh! Läuft!
    Bytheway: die Fotos sind hinreißend.

  • 19. Mai 2021 at 15:20
    Permalink

    ..also jetzt muss ich doch noch etwas schreiben, die Nudeln würde ich auch nehmen ;o). Genießt die Zeit und schickt mir noch ein paar Sonnenuntergänge und blauen Himmel :o)))

  • 19. Mai 2021 at 13:44
    Permalink

    Hallo Ihr Lieben, es ist so schön Eure Berichte zu lesen und somit habe ich auch ein bisschen Urlaub. Der Elefant und er Löwe haben es mir angetan. Fühlt Euch gedrückt und genießt die wunderbaren Sationen Eurer Reise. Herzliche Grüße Regina

  • 18. Mai 2021 at 15:22
    Permalink

    Ok…. Ich bin DOCH neidisch…. 🙂

Comments are closed.