Hängematten-Lese-Platz

Sonntag, 01. April 2018

Hängematten-Lese-Platz in der Monteverde Lodge in Costa Rica

Grundsätzlich ist Ostern nicht ganz der optimale Termin für Costa Rica, weil die Ticos alle selbst Urlaub machen und es ziemlich voll ist. Aaaaber … An Ostern arbeiten auch die Bauarbeiter nicht.

Warum uns das interessiert? Ganz einfach: Weil die empfohlene Straße nach Monteverde derzeit wegen Bauarbeiten eigentlich nur zu bestimmten Uhrzeiten und auch dann nur sehr kurz geöffnet ist. An Ostern aber ist sie komplett offen, wie mir die Monteverde Lodge netterweise gestern auf Mailanfrage bestätigt hat.

Wir können also bequem über die 606 fahren und machen das auch, nachdem wir in der Tenorio Lodge in Ruhe und für unsere Verhältnisse extrem spät (erst um acht Uhr!) gefrühstückt haben. Der erste Teil der Strecke führt über die Interamericana, geteert und natürlich mit Staugefahr wegen Schnarchnasigkeit.

Hey, mit dem Straßenverkehr haben es die Costa Ricaner wirklich nicht. Mit Schotterstraßen allerdings auch nicht. Wir sind ja zum Glück einiges gewohnt, aber Dirk hat es durchaus treffend formuliert: Die meisten Schotterstraßen hier würden auch in Namibia als extrem schlecht gelten.

Hilft aber nix, wir wollen ja schließlich nach Monteverde. Also ruckeln und zuckeln wir unseres Wegs und sind auch tatsächlich gegen Mittag in Santa Elena. Da finden wir ein richtig nettes, kleines Café, wo wir uns mit erstaunlich gutem Craft Beer und leckeren Hähnchensandwiches stärken. Von hier zur Monteverde Lodge sind es noch exakt dreieinhalb Minuten 🙂

Will sagen: Wir sind ein wenig zu früh und unser Zimmer ist noch nicht fertig. Wir erledigen schon mal die Formalitäten, deponieren das Gepäck an der Rezeption und schauen uns den liebevoll angelegten Hotelgarten an. Was uns sofort gefällt, ist die „Hammock & Reading Area“. Hängematte + Lesen = gute Kombination.

Eine gute dreiviertel Stunde später ist unser Zimmer dann fertig; wir sortieren unseren Kram, schnappen unsere E-Books und – genau! – belegen flugs zwei der drei Hängematten. So lässt sich ein Nachmittag auch aushalten. Die einzige echte Aktivität: Wir buchen uns für morgen früh eine Tour ins Curi Cancha Naturreservat.

Und weil wir immer noch satt vom üppigen Mittagessen sind, verzichten wir aufs Dinner – wir haben irgendwie keine Lust auf das eher fein wirkende Restaurant der Lodge und sind zu faul und zu satt, um noch einmal in den Ort zu tappern. Was uns aber nicht hindert, an der Bar noch einen (ja, ja, zwei) Cocktail zu trinken. Yummie!