Mittwoch, 05. Oktober 2016

Es ist halb zwei. Wir sitzen im Thakadu Bush Camp und trinken genüsslich unsere kalte Cola. Hätte uns das jemand heute Morgen so erzählt, hätten wir ihn Märchenonkel genannt.
unterwegs in der Welt

Es ist halb zwei. Wir sitzen im Thakadu Bush Camp und trinken genüsslich unsere kalte Cola. Hätte uns das jemand heute Morgen so erzählt, hätten wir ihn Märchenonkel genannt.

Dass es in der Kalahari nachts aber auch immer so kalt werden muss. Es kostet uns einige Überwindung, zum Sonnenaufgang aufzustehen, aber wir sind ja keine Weicheier!

Es ist jetzt schon der zweite, der uns erzählt, dass da hundert Meter von unserer Campsite entfernt Löwen unter einem Baum liegen. Das müssen wir uns anschauen. Aber die Katzen pennen, da passiert erstmal nichts.

Wir haben ihn nachts gehört. Und jetzt schon wieder. Irgendwo in der Ferne brüllt ein Löwe. Busch-Musik. Wir sind süchtig danach. Weniger süchtig sind wir nach den derzeit herrschenden Temperaturen, denn als wir uns aus dem Zelt wagen, sind es gerade einmal fünf Grad.

Wir haben ein bisschen Angst, dass der dicke Südafrikaner nochmal vorbeikommt. Er ist ja lieb und nett, aber wir möchten keine Freundschaft fürs Leben mit ihm schließen. Zügig bauen wir das Zelt ab und packen zusammen, dann fahren wir fröhlich winkend an ihm vorbei und verlassen die Campsite in Richtung Polentswa.