Tour-Abschluss in Vancouver

Montag, 29. September – Donnerstag, 02. Oktober 2025

camper-rückgabe bei fraserway, kanada, vancouver, september 2025

Sodele, wir sind zurück auf dem Festland. Der Camper ist abgegeben. Wir warten auf das Shuttle, das uns zum Hotel bringen soll. Fraserway verkürzt die Wartezeit mit Hot Dogs.

Mit der Camper-Rückgabe ist dann auch ganz offiziell der Anfang vom (Urlaubs-)Ende eingeläutet. Nach dem leicht chaotischen Tag gestern funktionierte heute früh alles reibungslos, wir kamen sogar noch auf die frühere Fähre. Nur schade, dass es schon wieder geregnet hat, denn der erste Teil der Fährüberfahrt wäre landschaftlich richtig schön gewesen.

Die Sache mit dem Shuttle zieht sich. Vielleicht hätten wir doch besser einen Lyft bestellt. Wir sitzen noch eine gefühlte Ewigkeit bei Fraserway rum, dann quält sich der Shuttlebus durch das Verkehrschaos in Vancouver, liefert vor uns noch einige andere Touris an ihren Hotels ab. Puh.

Irgendwann heißt es dann endlich: „Next Stop Fairmont Waterfront“. Wir gönnen uns zum Ende ein bisschen Luxus und checken hier für zwei Nächte ein. Und der Blick aus unserem Zimmer ist wirklich mega. Das können wir jetzt gerade aber nur begrenzt genießen.

Der Tag war bis hierher ziemlich lang(weilig). Wir sind müde. Das Wetter ist wirklich scheußlich und lädt keinesfalls zum Rausgehen ein; wir belassen es bei einem sehr kurzen Spaziergang. Die Entsorgung des Bear Sprays stellt sich als unerwartet kompliziert heraus. Alles irgendwie doof. Wir grummeln und brummeln auf dem Zimmer herum.

Aber es gibt ein Wundermittel gegen Brummellaune bei den Schaubes: Wir gehen französisch essen im „Tableau“, einer Brasserie (fast) aus dem Bilderbuch, supernetter Service und leckeres Essen. Et soudain la vie est belle. A la française hilft bei uns einfach immer. 

abendessen im le tableau, kanada, vancouver, september 2025

Wir haben jetzt noch zwei Tage in Vancouver; am Mittwoch geht’s wieder heim. Und unser letzter „echter“ Tag in Kanada trägt die Überschrift „erfolgreich“. Wir starten morgens mit Frühstück im Guffo Café. Nichts Besonderes, aber klein und süß – und der Kaffee ist gut!

Es folgt die Aktion „Bärenspray loswerden“. Wir hatten dann gestern doch noch rausbekommen, dass MEC in North Vancouver Bärenspray zurücknimmt. Also ist das unser Ziel, was uns auch gleich noch eine eine Fahrt mit dem Sea Bus einbringt. Ist lustig, letztlich ist der Sea Bus eine Fähre, die Downtown mit North verbindet. Dauert eine Viertelstunde, Tickets kann man einfach mit dem Handy kaufen.

collage, vancouver, kanada, september 2025

 

Und weil uns der Sinn nach Bewegung steht, beschließen wir, die gut drei Kilometer bis zum MEC zu laufen. Was ein völlig unerwartet netter Spaziergang wird, weil der Weg so angelegt ist, dass er durchs Grüne führt. Bei MEC werden wir unser (zum Glück nicht gebrauchtes) Bärenspray wirklich los. Tschkka! Und sogar das Wetter spielt heute mit, was dazu führt, dass wir auch zurück einfach nochmal laufen.

Kurze Pause im Hotel. Wasserflugzeuge beim Starten und Landen beobachten 😊 Und weil es draußen immer noch trocken ist, spazieren wir am Wasser entlang Richtung Stanley Park, genießen nochmal zwei Stunden Luft (und sogar ein ganz kleines bisschen Sonne), bevor wir dann schon mal unseren Kram so reisefertig wie möglich zusammenpacken.

jachthafen, vancouver, kanada, september 2025

Das Abendessen genießen wir nochmal im Cardero’s. Einfach ein tolles Lokal mit echt leckerem Essen. Gelungener Abschluss!

Es ist Abreisetag. Mag ich eigentlich nicht. Heute Morgen entwickelt der sich aber sehr lustig. Wir checken im Fairmont Waterfont aus und wie sich das gehört, holt der Page das Gepäck aus unserem Zimmer und lädt es auch ein, als der Lyft vorfährt. Ich muss ja zugeben: Manchmal mag ich Luxusklasse 😁 (Vor allem, wenn wir mit vier großen Reisetaschen und drei Handgepäckstücken unterwegs sind.)

Der Fahrer schwätzt uns zu, aber ganz sympathisch und nett. Kurzweilige Fahrt zum Flughafen. Check In, Gepäckabgabe, Security. Alles effizient, unaufgeregt und zügig. Wir haben wie meist auf den Rückflügen Business gebucht und steuern die Maple Leaf Lounge an. Wir haben noch nicht gefrühstückt. Ah, okay. Wir dürfen sogar in die Signature Lounge. Wait to be seated. Frühstück und Lunch à la carte. Service am Tisch. Das hatten wir auch noch nicht. Witzig!

Der Rest ist Routine. Boarding. Warten auf den Abflug. Knappe zehn Stunden, dann sind wir in Frankfurt. Wo die Sache mit dem Landen in Frankfurt am Ende schneller geht, als der Pilot erwartet hat 🤣 Offenbar hat der Tower kurzfristig eine schnellere Route ausgegeben, was sowohl die Crew ziemlich in Wallung als auch die Fluganzeige durcheinander bringt. Lustig!

landeanflug auf frankfurt, roadtrip kanada, september 2025

Bis hierher hat also alles bestens geklappt. Und dann stehen wir mal wieder in Frankfurt am Gepäckband und warten und warten und warten … Immerhin in zahlreicher Gesellschaft, weil die Fraport-Vollpfosten an einem Gepäckband gleichzeitig die Air Canada-Maschine und eine Air China abfertigen (während die Gepäckbänder um uns herum unbeschäftigt stillstehen). FRA ist echt der letzte Saftladen.

Nach gut 30 Minuten rollen unsere Taschen aufs Band. Und genau in diesem Moment räumt die Polizei den gesamten Bereich. Das erträgt Dirk nicht. Stattdessen trägt er am Ende drei Taschen auf einmal … und wird als Letzter rausgekehrt. Taxi nach Hause. Ankommen. Taschen leerräumen. Und bei dem schönen Wetter zieht es uns später sicherlich nochmal nach draußen.

Da können wir dann in aller Ruhe resümieren. Das erste Fazit: tolle Tour mit unerwarteten Highlights. Was vor allem in Erinnerung bleiben wird, sind die Kanadier:innen mit ihrer offenen Art und diese unfassbar schönen Wälder.
(Und jede Menge Gedichte, die Dirk gelernt hat – aber das ist eine andere Geschichte 🤭).
Es k
ann gut sein, dass Kanada uns irgendwann nochmal sieht!

 


Wir berichten natürlich auch auf FindPenguins über unsere Tour in West-Kanada mit dem Camper.
Wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und mitreist.

Unsere Reiseroute: