Samstag, 09. August 2025

Ich bin ja bekanntermaßen sowieso immer die Ungeduld in Person, wenn es auf eine Tour zugeht. Aber diesmal bin ich selbst für meine Verhältnisse schon ziemlich früh ziemlich hibbelig.
Woran das liegt? Weiß ich selbst nicht so genau. Vermutlich ist es eine Mischung aus riesengroßer Vorfreude, dringendem Urlaubsbedarf und der leisen Angst, dass in diesem etwas seltsamen Jahr doch noch etwas dazwischenkommt. Auf jeden Fall dotze ich schon seit einer ganzen Weile hier herum wie ein Flummi auf Dope und finde die Zeit bis zum Abflug einfach noch viel zu lang!
Ich will los. Am liebsten jetzt sofort. Aber es sind noch knapp vier Wochen. Knapp vier Wochen, bis wir endlich nach West-Kanada aufbrechen. Da wollten wir 2021 schon einmal hin, aber … ja genau, da war doch was mit dieser kleinen Pandemie, die mal eben alles lahmgelegt hat. Im letzten Sommer haben wir dann die Tourplanung von damals wieder aus der Schublade geholt, kurzerhand um anderthalb Wochen verlängert und angefangen zu buchen.
Jetzt ist alles erledigt. Die Campgrounds sind gebucht. Die wesentlichen Ausflüge, die wir auf jeden Fall machen wollen, auch. Die Tourplanung mit Strecken, Ausflügen, Wanderungen etc. ist fertig (elaborierte Excel- und Wordfiles, ihr würdet staunen … oder den Kopf schütteln 🤣). Und gefühlt habe ich jedes, wirklich jedes YouTube-Video zu West-Kanada angeschaut, das in den letzten drei Jahren hochgeladen wurde.
Wer darauf auch Lust hat, dem kann ich übrigens den Kanal von Discover the Wild empfehlen. Mega starke Videos!

Wir nehmen die klassische Touristenroute
Die Route ist wenig überraschend, es ist die mehr oder weniger klassische Touri-Route. Wir starten mit ein paar Tagen in Vancouver, drehen eine Runde durch die Rocky Mountains und kommen über Vancouver Island zurück. Wandern, staunen, fotografieren. Nature, Wildlife, Camping. Das ist der Plan. Mal sehen, ob der auch aufgeht …
Ein klein wenig Angst haben wir ja vor den vermeintlichen Tourimassen, die sich in West-Kanada tummeln sollen. Wir reisen zwar eigentlich schon nach der Hauptsaison, aber angeblich ist es auch im September noch ziemlich voll. Und beim Buchen der Campgrounds hatten wir auch einige Erlebnisse, die das unterstreichen.
A propos buchen. Es gibt beim Campen ja zwei Philosophien: Möglichst wenig buchen für möglichst maximale Flexibilität. Oder möglichst viel buchen für möglichst minimalen Zeitaufwand beim Suchen nach der nächsten Übernachtung. Hat beides seinen Charme, wir gehören definitiv zu den Anhängern der zweiten Variante. Wir buchen gerne vor und wissen, wo wir abends campen werden. Wenn’s dann doch mal flexibler sein soll, ja gut, dann skippen wir eben auch mal eine gebuchte Übernachtung.
Wer allerdings in Kanadas Nationalparks (erfolgreich) buchen will, der muss echt organisiert sein. Jeder Campground hat sein eigenes Buchungsfenster. Bei Parks Canada sind das feste Termine meist im Januar, bei BC Parks ist das vier Monate vor dem Anreisetag. Acht Uhr Ortszeit (16 oder 17 Uhr bei uns) geht’s los – und dann heißt es schnell sein.
Auf Vancouver Island haben wir bspw. tatsächlich nur mit Glück noch eine Site erwischt. Echt krass! Gleiches gilt für die Shuttles am Lake Louise und Moraine Lake. Und ganz absurd wurde es bei der Verlosung (!) der Bustickets zum Lake O’Hara. Aber wir haben zwei bekommen 😁

Und so freuen wir uns jetzt also auf diese Tour – und bekämpfen die stetig wachsende Ungeduld (übrigens so ganz langsam auch bei Dirk 😉) mit Wochenendausflügen und dem ausgiebigen Besuch der Rheingauer Weinwoche hier bei uns zu Hause in Wiesbaden. Bleibt gespannt … wir berichten weiter!
Wir berichten natürlich auch auf FindPenguins über unsere Tour in West-Kanada mit dem Camper.
Wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und mitreist.
Unsere (geplante) Reiseroute: