Donnerstag, 25. September 2025

Das war knapp! Wir müssen zu Hause nicht erklären, wie man es schafft, dreieinhalb Wochen in Westkanada unterwegs zu sein, ohne einen einzigen Bären zu sehen. So langsam hatten wir da unsere Befürchtungen 🤣
Aber der Reihe nach. Der Tag fängt erst einmal mit der Wettervorhersage an. Und das Wetter für die nächsten Tage klingt scheußlich. Dabei gilt: je nördlicher, desto schlechter.
Wir ändern also kurzerhand (und schweren Herzens) unsere Pläne und skippen den Abstecher in den Norden von Vancouver Island und damit auch die private Fototour, auf die wir (vor allem ich) seit Monaten hingefiebert hatten. Aber mehrere hundert Kilometer zu fahren, um dann im windgepeitschten Dauerregen auf einem Boot zu hocken, scheint uns wenig sinnvoll.

Nach Norden fahren wir trotzdem erst einmal, denn wir wollen zu den Elk Falls. Die sind auch ganz nett anzuschauen und die Hängebrücke, von der aus man die Elk Falls sieht, ist ein nettes Gimmick. Ob ich dafür nochmal eine Stunde diesen laaaaangweiligen Highway entlangfahren würde … hmmm … eher nicht. Aber Burger und Bier, die wir uns mittags im Beach Fire Brewing schmecken lassen, sind lecker. Also alles gut.
Unser nächster Stopp sind die Little Qualicum Falls. Und die gefallen uns richtig gut. Zumal sich bei unserem kleinen Spaziergang auch tatsächlich ein Fitzelchen Sonne blicken lässt.


Wir brauchen noch eine neue Übernachtung für heute Abend – und wollen dabei die Chance nutzen, doch nochmal die Wahrscheinlichkeit auf Bären zu erhöhen. Unsere Wahl fällt deshalb auf den Campground im Stamp River Provincial Park. Denn da, so sind sich alle einig, sieht man auf jeden Fall Bären!
Herausforderung: Der Campground ist beliebt, hat nur 23 Stellplätze und ist ab Mitte September first come first serve. Wir kommen gegen halb fünf auf dem Campground an. Und bekommen die allerletzte Site 😳 Glück gehabt.
Und das Glück bleibt uns noch eine Weile hold, denn kaum machen wir uns auf einen kleinen Spaziergang zur Fischtreppe, taucht am anderen Flussufer ein Bär auf und versucht (erfolglos) einen Lachs zu fangen. Es reicht ehrlicherweise nicht für die Hammerfotos (was an uns liegt, nicht am Bären 🤣), aber wir sind happy, dass wir endlich eines dieser für Kanada so typischen Raubtiere gesehen haben.


Und abends dann noch ein „endlich“: Der Fire Ban ist (hier zumindest) aufgehoben, das Wetter spielt mit, wir können endlich mal ein Feuer machen. Findet Dirk zwar seltsam, nutzt ihm aber nix. Ich will Feuer!!! 😁

Wir berichten natürlich auch auf FindPenguins über unsere Tour in West-Kanada mit dem Camper.
Wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und mitreist.
Unsere Reiseroute: