Samstag, 11. April 2026

Völlig irre! Ich kriege mich kaum noch ein. Unsere Route führt über den Spreetshoogte Pass. Den kennen wir, der ist ziemlich steil und landschaftlich ziemlich schön. So weit, so gut.
Als wir heute um die Ecke biegen und auf die Passhöhe zufahren, kriegen wir beide den Mund nicht mehr zu. Und bei mir sprudeln dauernd Begriffe wie „Wahnsinn!“, „Krass!“, „Wow!“ Ja, in (unserem) Frühjahr ist die Luft hier ohnehin klarer als im Herbst. Aber was die Regenfälle der letzten Zeit vollbracht haben, ist schlichtweg beeindruckend. Einen so klaren Blick hatten wir hier gefühlt noch nie.

Diese Klarheit bleibt uns entlang der Strecke erhalten; dazu kommt eine grüne Landschaft, die so gnadenlos gar nicht nach Namibia aussieht. Und das i-Tüpfelchen ist ein echter Fluss, der am Gaub Pass fließt. Und ein grüner Kuiseb-Canyon, der sonst nur Stein und Staub ist. Das gibt es alles gar nicht.



Was es leider immer wieder und immer mehr gibt, sind gruselige Straßen. Die Strecke nach Mirabib ist in weiten Teilen gruselig. Wir verdrängen daheim ja immer ein wenig, dass die Straßen in Namibia von Jahr zu Jahr (signifikant) schlechter werden. Ein einziges Wellblech, Gerüttel und Geschüttel, das im Landy gleich doppelt so laut und rappelig ist.

Egal. Gegen zwei erreichen wir Mirabib, das große Nichts. Und für uns einfach ein im wahrsten Sinne des Wortes seelenruhiger Ort. Wir hoffen, dass wir wieder die Campsite unter dem Felsen bekommen. Und tatsächlich: Sie ist frei. Dirk ömmelt den Landy unter den Felsen – und dann erwischt uns die Erkenntnis, dass wir so absolut keine Chance haben, das Solarpanel aufzustellen.

Hmm 🤔 Was nun? Wir lassen den Landy stehen und machen uns zu Fuß auf, die anderen Campsites auf ihre NikiDirk-Tauglichkeit zu überprüfen. In der Tat gibt es da eine, die gut für uns aussieht. Da steht aber der Ranger mit seinem Pickup … Kurzer Plausch, dann überlässt er uns die Site. Jippie! Die ist richtig schön, hat den Tag über viel Schatten und durch ihre etwas erhöhte Lage einen mega Blick. Jo. Hier halten wir es aus.

Abends gibt es endlich Lieblingsnudeln. Ihr erinnert euch, dass wir im Kalahari Meat Market kein Rinderfilet bekommen hatten? Was soll ich sagen: Die Nudeln schmecken auch mit Springbocklende und einem Kaapzicht Syrah hervorragend!


Wir berichten natürlich auch auf FindPenguins über unsere Tour in Südafrika & Namibia 2026.
Wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und mitreist.
Unsere Reiseroute: