Wo soll’s denn hingehen?

Montag, 14. Januar 2019

Tui im Pukaha Mount Bruce National Widlife Center, Neuseeland

Wir sind unentschlossen. Das Wetter klingt einfach überall sehr unschön. Eigentlich wollten wir zur Südostspitze der Nordinsel nach Cape Palliser. Aber bei Regen und Hagel? Eher nicht.

Wir vertagen die Entscheidung, Netz haben wir hier sowieso nicht. Frühstücken erst einmal. Joghurt mit Honig und Nüssen. Ich mag das. Und danach fahren wir ganz planmäßig ins Pukaha Mount Bruce National Wildlife Center. Über schön angelegte Wege – auch die wieder durch unseren geliebten „Farnurwald“ – kann man an einigen Vogelgehegen (offen und geschlossen) vorbeispazieren und sieht die neuseeländischen Vögel auch mal aus der Nähe.

Ein Kiwihaus gibt es auch – hey, die sind richtig groß! „The size of a basketball“ sagt das Schild. Also der Kerl, der da hinter der Scheibe munter im Boden vor sich hinpickt, ist deutlich größer. Oder ich habe schon lange keinen Basketball mehr gesehen. Da hätte nur noch unser Basketball-Fachmann Tilo helfen können.

Überhaupt hätten wir Hilfe von daheim brauchen können. Auch Henry haben wir vermisst. Nämlich immer dann, wenn wir hilflos vor einem Gehege standen und das Federvieh nicht gefunden haben. Henry wäre leicht gelangweilt daran vorbeigeschlendert, hätte beiläufig auf eine Ecke gezeigt und gesagt: „Da sitzt der Vogel.“ Vielleicht hätten wir Fotos machen und ihm skypen sollen 🙂

männlicher Tui im Pukaha Mount Bruce Wildlife Center, Neuseeland

Dirk im Pukaha Wildlife Center, Neuseeland

nasser Farn im Gegenlicht, Pukaha, Neuseeland

Farnknubbel, Pukaha, Neuseeland

Anyway. Wir hatten fast zwei Stunden lang unseren Spaß, auch wenn wir nicht jeden bunten Vogel gesehen haben, der da hätte sein sollen. In Masterton kaufen wir ein, nutzen das an die i-Site angeschlossene Café für einen Mittagssnack und das WiFi dort für die Entscheidung, wohin wir heute denn nun schlussendlich fahren.

Das Wetter klingt nirgends berauschend. Wir sind unentschlossen. Hmm. Wenn es sowieso überall doof ist, dann können wir doch auch unserem ursprünglichen Plan folgen. Jedenfalls fast. So machen wir’s, ins Navi wird der DOC-Campground an den Pinnacles eingegeben. Wir fahren an die Südküste.

Unterwegs schöpfen wir kurz leise Hoffnung, weil die Sonne durch die Wolken lugt. Aber das währt nicht lange. Wir bahnen uns einen Weg durch eine Schafherde und kommen am frühen Nachmittag an der Küste und auf der Pinnacles-Campsite an. Wind. Echt frischer Wind. Nee. Kalter Wind empfängt uns. Und es fängt an zu regnen.

Dirk grinst. Das ist ganz eindeutig Rotwein-Wetter! Statt also eine Wanderung zu den Pinnacles zu machen, mummeln wir uns im Camper ein, öffnen einen Rotwein und eine Tüte Chips, spielen ein Exit Room-Spiel und lunzen immer mal nach draußen, ob sich nicht doch eine Wolkenlücke auftut.

Aber das Wetter wird heute nicht mehr besser, also lassen wir die letzten Pläne zu einer Wanderung sausen und machen Abendessen. Es gibt Spaghetti „nach Carbonara-Art“ (Dirk weigert sich, sie Spaghetti Carbonara zu nennen, weil ihm der Käse und der Schinken nicht original genug sind). Dazu die melancholischen Lieder von Cesaria Evora aus dem Bluetooth-Lautsprecher (der war im Camper dabei, cool, oder?). Und draußen prasselt der Regen und der Wind rüttelt am Camper. Irgendwie auch gemütlich!

Farne im Pukaha Reserve, Neuseeland

mieses Wetter an den Pinnacles, Neuseeland

2 thoughts on “Wo soll’s denn hingehen?

  • 27. Januar 2019 at 13:19
    Permalink

    Klingt ja so ähnlich wie das Wetter bei uns. Naja, so bekommt ihr wenigstens kein Heimweh 😉
    Welches Exit-Spiel habt ihr denn gespielt?

  • 22. Januar 2019 at 14:00
    Permalink

    Nun ja, auf dem 2. Bild rechts in dem 4er Bild Kästchen, sehe ich einen komischen Vogel – so eine Art Wende-Knick Hals mit federlosen Beinen und obenrum blauem Federkleid (Marke: gerupftes Huhn).

    *lach*

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