Pizza mit Ausblick

Montag, 04. Februar 2019

Was war das für ein Sonnenuntergang gestern. Wir sind immer noch völlig geflasht – im wahrsten Sinne des Wortes. Wobei die Nacht noch einen draufgesetzt hat. Waren wir bisher immer der Meinung, besser als der Sternenhimmel über der afrikanischen Wüste ginge nicht, wurden wir hier eines Besseren belehrt.

Die Nacht war mild und mit fünf wunderbar entspannten Wochen als Basis schaffte Dirk es tatsächlich, nachts um halb drei aufzustehen und den Sternenhimmel zu fotografieren. Ich drehte mich erst einmal rum und ließ den Spinner tun, was er meinte, tun zu müssen – war dann aber doch zu neugierig und lunzte aus dem Camper.

Wow! Dieser Sternenhimmel war so genial, so gigantisch, so atemberaubend, so schön, dass es mir tatsächlich die Tränen in die Augen trieb. Beschreiben kann man das nicht. Das muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Deswegen mache ich hier jetzt auch einen Punkt.

Nach einer also sehr emotionalen Nacht lassen wir uns morgens Zeit. Die Strecke heute trägt schon den Untertitel „Rückweg“ und das mögen wir bekanntlich nicht wirklich. Wir hatten uns bei der groben Planung zu Hause zwei Nächte offen gelassen, falls wir doch langsamer vorankämen, als erwartet. Schaube-typisch sind wir aber natürlich voll im Plan und haben deshalb jetzt noch zwei Tage übrig. Die, so beschließen wir, verbringen wir auf der Akaroa-Halbinsel.

Das Ganze unterliegt dem Prinzip „zwei Fliegen mit einer Klappe“, denn zum einen soll die Halbinsel landschaftlich sehr schön sein, zum anderen sind wir dann schon nah an Christchurch und müssen uns keinen Kopf mehr machen, ob auf der Zielgeraden noch irgendetwas schiefgeht. Über CamperMate haben wir uns für heute Abend die Hilltop Tavern ausgesucht. Bei uns würde man sie wohl als „rustikales Ausflugslokal“ bezeichnen. Auf jeden Fall liegt sie – der Name ist Programm – auf einem Hügel mit tollem Ausblick über die Akaroa-Halbinsel.

Und wenn man als Camper rechtzeitig da ist, darf man sich über Nacht auf den Parkplatz der Hilltop Tavern stellen. Dabei wird es gern gesehen, wenn man dort auch etwas isst und trinkt – was uns definitiv nicht schwerfällt 🙂

Wir verbringen also den Nachmittag bei Bier und Pizza auf dem Hügel, tappern später noch einmal ein Stündchen durch die Landschaft (wobei sich Dirks Heuschnupfen lästigerweise wieder meldet) und verziehen uns dann in den Camper. Ein unspektakulärer Tag, ein schöner Tag!

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