Hier gehen wir nie wieder weg!

Samstag, 06. Oktober 2018

Dirk auf einem Dünenkamm im NamibRand Nature Reserve, Namibia

Hin. Und wieder zurück. Und wieder hin. Wir irren etwas konfus im NamibRand Nature Reserve herum. Diesmal suchen wir die Rezeption. Und lernen später, dass es die auch hier gar nicht gibt …

Letztlich wäre es völlig in Ordnung gewesen, einfach den Schildern bis zu unserer Campsite „Venus“ hinterherzufahren und dort auf Steven, den Camp Manager, zu warten. Das lernen wir auch irgendwann, tuckern zur Campsite – und sind einfach nur hin und weg. Wir mögen NamibRand. Immer wieder. Und diese Campsite liegt mittendrin.

Die Fahrerei bis hierher war deutlich besser und weniger rumpelig, als wir befürchtet hatten. Kein Wunder, wir waren ja auch nicht auf einem „Touristen-Highway“ unterwegs. Die letzten zehn Kilometer auf privatem Gelände sind dann zwar noch einmal ziemliches Gejuckel, die Landschaft allerdings entschädigt für (fast) alles.

Wir beziehen also Camp Venus und tun das, was wir zu dieser Tageszeit meist tun: Schatten suchen, Füße hoch, lesen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so viel und so lange am Stück Zeit zum Lesen hatte. Und ich genieße das. Fürchte jedoch langsam, dass mir die Bücher ausgehen könnten …

Nachmittags kommt Steven vorbei, netter Typ, erledigt die Formalitäten (der obligatorische Eintrag ins große, dicke Buch!) bringt uns ein Walkie Talkie mit, das wir für den Fall der Fälle auf den 4×4-Trail mitnehmen sollen, und lässt uns dann auch schon wieder alleine. Nur Holz hat er leider nicht für uns. Na gut. Unsere Vorräte reichen nur noch für einmal, aber für diesen Fall haben wir ja zum Glück immer einen Sack Briketts dabei.

Mich reizt trotz Hitze die Landschaft und ich klettere hinter der Campsite die Dünen hoch. Was für ein Ausblick! Den müssen wir uns am späten Nachmittag nochmal zusammen und mit Kameras anschauen. Ist das ein Traum! Wir kommen aus dem Schwärmen (und Fotografieren) gar nicht mehr raus.

Zum guten Schluss stapfen wir noch eine höhere Düne rauf; der Wind bläst gnadenlos über den Dünenkamm und Dirk macht von ganz oben ein 360°-Panorama. Ich spare mir jetzt das Wort „Herrlich!“, auch wenn es passen würde … Aber das wäre dann ja Herrlich² zum Quadrat und damit übertrieben 🙂

Weniger herrlich ist die Tatsache, dass der Wind zum Sonnenuntergang nicht wie üblich nachlässt, sondern auffrischt. An Grillen ist bei diesem Wind nicht zu denken. Wie gut, dass wir uns mittags Sandwiches gemacht hatten und deshalb auch keinen Mordshunger haben. Bei Kerzenlicht und kühlem Bier gibt es zum Abendessen Chips und Kräcker mit Smoked Game, Käse und Gürkchen.

Dünen und Struktur im NamibRand Nature Reserve, Family Hideout, Namibia

Käfer im NamibRand Nature Reserve, Family Hideout, Namibia

rote Dünen und gelbes Gras im NamibRand Nature Reserve, Family Hideout, Namibia

weiter Blick über rote Dünen im NamibRand Nature Reserve, Family Hideout, Namibia

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