Heimweg. Schade.

Samstag, 19. Oktober 2019

Safari-Schlümpfe auf gestempelten Pässen

Nee. Einfach nee. Ganz im Ernst, das kann ich nicht akzeptieren. Wieso kann ich denn jetzt nicht schnell mal online einchecken?

Weil wir bei Air Namibia einen Flug gebucht haben, der von der Condor durchgeführt wird. Mal ehrlich, wie kann das denn sein, dass Fluggesellschaften, die sich Flüge teilen, nicht in der Lage sind, ihre Systeme anzubinden? Grmpf.

Ja, ja, schon klar, aufregen bringt da auch nix. Zum Glück wirken zwei Wochen Urlaub dann doch beruhigend auf mich, außerdem ist der Online Check-In nicht ganz so wichtig – wir fliegen wie meist in der Business Class zurück und da ist das Gerangel um „gute“ Sitzplätze eher Nebensache.

Außerdem ist Aufregung vor dem Frühstück bestimmt ungesund. Und wir haben beide trotz des üppigen Abendessens gestern tatsächlich schon wieder Hunger. Also sagen wir mal Appetit. Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir auf in die Stadt. Zum einen wollen wir einiges von dem aufstocken, was wir bei unserem Wasserabenteuer verloren haben. Dinge wie Alufolie, Küchenrolle, Frischhaltebeutel …

Zum anderen haben wir eine wichtige Mission: Zelt kaufen! Ich sehe schon die Fragezeichen über den Köpfen 🙂 Häh? Wieso denn Zelt? Ihr habt doch ein Zelt? Stimmt. Wir haben ein Zelt. Für zwei Personen. Nächstes Jahr fahren wir aber zu dritt!

Wir freuen uns riesig über die geplante Reisebegleitung – und Dirk freut sich gleich doppelt, ist das doch die perfekte Begründung, warum er endlich das schon so lange begehrte Bodenzelt kaufen kann. Oder darf. Ach nee: muss! Bei Cymot werden wir fündig und sind also jetzt stolze Besitzer eines (echt coolen) Bodenzelts.

Das war dann auch langsam mal genug Aktivität für einen Tag. Wir ruhen uns in der Casa Piccolo von diesem strapaziösen Vormittag aus, ich mache die Ausreiseformulare fertig und wir gönnen uns dann tatsächlich nochmal ein Mittagessen im Stellenbosch. Irgendwie sind wir gerade … wie soll ich sagen? … verfressen.

Nachmittags spielen wir das zweite Kapitel unseres Adventure Games und sind dann doch wie immer ein wenig bedröppelt, als es Zeit wird, sich für den Flug umzuziehen und auf den Weg zu machen. Wir bringen den Landy nach Hohewarte, wo wir unverhofft noch einmal Heike treffen.

Irgendwie macht sie einen deutlich entspannteren Eindruck seit klar ist, dass sie Hohewarte verlassen wird. Schön. Das freut uns. Weniger freut uns die etwas ungewisse Zukunft, was das Unterstellen des Landys angeht. Aber das wird sich regeln. Wie sich in Afrika immer alles regelt.

Das Taxi wartet schon, bringt uns zum Flughafen – wo wir feststellen, dass wir unser Reiselaptop im Landy vergessen haben. Oh mann. Wir versuchen, Heike anzurufen. Wir sind früh genug, um den Taxifahrer nochmal zurückzuschicken, um den Rechner zu holen.

Aber wir erreichen niemanden. Plan B muss greifen. Dirk chattet Markus an; der soll das Laptop abholen und per Post schicken. Was übrigens auch super klappt, eine Woche später haben wir den Rechner wieder.

Der Rest ist Heimflug-Routine, wenn auch diesmal mit Condor, statt mit Air Namibia. Wir landen 40 Minuten vor der Planzeit und sind Anke wieder einmal mehr als dankbar dafür, dass sie uns gefühlt mitten in der Nacht abholt und nach Hause fährt.

Wieder daheim. Urlaub vorbei. Der nächste kommt bestimmt.

 

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