18. Dezember 2008: Ankommen!

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Letztlich verliefen beide Flüge unspektakulär – bis zum Anflug auf Mauritius, denn da war der Blick aus dem Fenster durchaus spektakulär. Tiefblaues bis türkisfarbenes Wasser, das selbst von sehr weit oben noch unglaublich klar aussah. Einzig die dicken Wolken beunruhigten uns etwas …

Nachdem wir die Passkontrolle passiert und auch unser Gepäck erstaunlich schnell bekommen hatten, waren wir gespannt, ob wir den Fahrer finden würden, der uns abholen sollte. Nun – wir fanden ihn nicht … Einmal durch den Flughafen, an gefühlten dreihundert Abholern vorbei, aber auf keinem der Schilder stand unser Name. Und dann waren wir draußen, die mauritische Sonne brannte und wir standen ein wenig ratlos herum. Taxi, madame? Non, merci. Taxi, monsieur? Nein, immer noch nicht.

Dirk ging dann noch einmal ins Flughafengebäude, während ich mit dem Gepäck draußen wartet – und kam tatsächlich mit Gilbert, „unserem“ Taxifahrer, zurück. Auf seinem Schild stand übrigens „Tirk Scthauve“. Ist doch ganz eindeutig, oder? Nach einer guten Stunde setzte Gilbert uns in Les Lataniers Bleus ab, wir wurden herzlich empfangen, bekamen unser Zimmer mit eigener kleiner Terrasse und Meerblick. Unsere erste Tat? Raus aus den viel zu warmen Klamotten, kurze Hosen, T-Shirts und Flipflops, das würde die Kleidung für die nächsten anderthalb Wochen sein.

Der Rest des Tages verlief in aller Ruhe, die Flüge waren doch anstrengend gewesen, die feuchte Hitze schlauchte uns zusätzlich und Dirk hatte sich zu allem Überfluss auch noch eine Erkältung von zu Hause mitgebracht. Zum ersten Mal in Urlaubsstimmung kamen wir dann abends, Aperitif am Strand, mit Josettes Rumpunsch, Samosas und Chilidip. So lässt es sich aushalten.

17. Dezember 2008: Anreisen!

Nicht wenige unserer Freunde schauten ein wenig irritiert: Ausgerechnet wir wollten Urlaub auf Mauritius machen? Auf einer Insel, die vor allem für Sonne, Strand und Baden steht? Ja, das hatten wir vor! Und zwar über Weihnachten. Unser Resturlaub gab insgesamt noch zehn Tage auf der Insel her, gar nicht so schlecht. Stellte sich nur noch die Frage, wo wir wohnen würden. Denn in eines dieser Hotels, wie viel Sterne es auch immer hat, wollten wir nun wirklich nicht. Das ist einfach nicht unsere Welt.

Der Empfehlung im Reiseführer folgend entschieden wir uns für Les Lataniers Bleus, eine kleine, im Stil eines französischen Chambre d’hôtes geführte Unterkunft. Eine bessere Wahl hätten wir nicht treffen können, wunderschöne Lage direkt am Strand, abends leckeres und unterhaltsames Abendessen und Josette als wuselige und charmante Gastgeberin. Ankommen, wohlfühlen, fertig!

Reisebericht Mauritius Les Lataniers Bleus

Es war eine völlig neue Erfahrung für uns: Unser Flieger ging mitten am Tag, halb drei war Abflug. Anke hatte uns zum Flughafen gebracht und weil wir bei Emirates bereits online eingecheckt hatten, ging auch die Abfertigung am Schalter ruckzuck. Unsere Taschen bekamen einen Anhänger „Long transfer via DXB“, denn wir würden über Dubai nach Mauritius fliegen. Das sahen wir beide mit gemischten Gefühlen: Einerseits wäre uns ein Direktflug lieber gewesen, andererseits erschien uns Emirates gegenüber Condor die deutlich bessere Wahl.

Um es kurz zu machen: Emirates war eindeutig die bessere Wahl! Endlich mal so etwas wie Beinfreiheit auch in der Holzklasse, ein unauffälliger, trotzdem effizienter Service und sogar ganz leckeres Essen. Dafür nahmen wir dann auch die drei Stunden Aufenthalt in Dubai in Kauf. Überhaupt muss man den Duty Free-Bereich in Dubai mal gesehen haben: Eine riesige Shopping-Mall mit Nobelmarken – wer möglichst viel Geld möglichst schnell unter die Leute bringen will, der ist dort genau richtig.

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